Die Sprache Goethes, Rilkes und Kants — geschaffen für Nuancen, gemacht für den Gedanken.
Erlernen Sie sie, wie sie am reichsten belohnt: langsam, schriftlich, per Brief.
“Briefe gehören unter die wichtigsten Denkmäler, die der einzelne Mensch hinterlassen kann.” — Briefe gehören unter die wichtigsten Denkmäler, die der einzelne Mensch hinterlassen kann. (Goethe)
Deutsch ist die meistgesprochene Muttersprache der Europäischen Union, mit rund 135 Millionen Sprechern weltweit. Es ist die Amtssprache Deutschlands, Österreichs und Liechtensteins und eine der Amtssprachen der Schweiz, Luxemburgs und Belgiens. Zwei Jahrhunderte lang war es die Arbeitssprache der Philosophie, der Wissenschaft und der Musik — die Sprache, in der Kant, Hegel, Einstein und Beethoven den modernen Geist geprägt haben.
Vereinheitlicht wurde die Sprache durch Martin Luthers Bibelübersetzung von 1534, die für das Deutsche tat, was Dante für das Italienische tat — aus einem Flickwerk regionaler Mundarten einen literarischen Standard zu schmieden. Es folgten die Weimarer Klassik Goethes und Schillers, die romantischen Märchen und Briefe der Brüder Grimm und jene philosophische Prosa, die noch heute die Begriffe des modernen Denkens setzt.
Deutsch ist eine Sprache, der man beim Denken zusehen kann. Ihre langen zusammengesetzten Wörter fügen Bedeutung wie eine Architektur; ihre vier Fälle markieren die genaue Rolle jedes Substantivs; ihre Verben warten oft bis zum Satzende, sodass ein deutscher Satz in der Schwebe bleibt, bis sein letztes Wort ihn auflöst. Ein Brief ist der ideale Ort, dies zu lernen — denn nur schriftlich lässt sich ein Satz als vollständige Struktur bauen und lesen.
Nur wenige Sprachen besitzen eine so literarische Brieftradition. Rilkes Briefe an einen jungen Dichter gehören zu den meistgeliebten Büchern, die je in dieser Form geschrieben wurden; Goethes Briefwechsel füllt Bände; die Briefe Kafkas und Bonhoeffers werden als Literatur für sich gelesen. Einen deutschen Brief zu schreiben heißt, in diese Tradition einzutreten.
Die deutsche Wortstellung schickt das eigentliche Verb in vielen Nebensätzen ans Ende, sodass sich ein Satz wie ein Bau errichtet, der sich erst mit seinem letzten Wort auflöst. Im gesprochenen Wort, das vorübereilt, spürt man das kaum — doch in einem Brief kann man ihn formen, halten und ganz lesen. Erst schriftlich wird die deutsche Grammatik sichtbar.
Das Deutsche bildet neue Wörter, indem es alte verbindet — Fernweh, Sehnsucht, Zeitgeist. Das ist kein Wortschatz zum Nachschlagen, sondern eine Logik zum Erlernen, und die Langsamkeit eines Briefes ist der Ort, an dem man Bedeutung selbst zusammenzufügen beginnt, statt sie bloß wiederzuerkennen.
Nominativ, Akkusativ, Dativ, Genitiv — das Deutsche markiert die Rolle jedes Substantivs durch vier Fälle, am Artikel und oft an der Endung. Schriftlich muss man jeden bewusst wählen, und genau dieses Abwägen verwandelt das System von einer Tabelle, die man auswendig lernt, in einen Instinkt, der einem gehört.
Ihre Briefe werden dieses Aussehen und diesen Charakter haben — handgefertigt, persönlich und präzise auf Ihren Stand abgestimmt.
Keine versteckten Kosten. Kein Upselling. Nur ein Brief per Post, so oft Sie möchten.
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